Genauso wie der Körper benötigt auch die psychische Gesundheit des Menschen Pflege und Fürsorge. Immer mehr Menschen der heutigen Gesellschaft leiden an Krankheiten und Problemen, die mit der Psyche zu tun haben. Mentale Krankheiten stellen heutzutage keinen Ausnahmezustand mehr dar, sondern sind vielmehr ein Phänomen, dem sich die Gesellschaft stellen muss.

Dabei vertraut die Medizin nicht mehr ausschließlich auf Psychologen oder Psychiatern, sondern nutzt auch medikamentöse Mittel, um den Gesundheitszustand des Patienten zu regulieren. Oft leiden jedoch die Patienten weiterhin unter den Umständen.

Die alternative Medizin verspricht in vielen dieser Fälle Abhilfe zu verschaffen und auf nichtmedikamentöse Art und Weise, das mentale Gesundheitsbild des Leidenden zu verbessern. So sind sich auch viele Experten der Meinung, dass neben der traditionellen Medizin, Pferde-Therapien einen sehr positiven Einfluss auf psychische Krankheitsbilder nehmen können.

Die Beziehung zwischen dem Menschen und dem Pferd reicht viele Jahrtausende zurück und ist durch viel Zuneigung gekennzeichnet. In der Medizin wird die Therapie, die mit dem Umgang mit Pferden zu tun hat auch, Hippotherapie genannt. Immer mehr Mediziner sind von dieser Art der Therapie überzeugt und neben den medizinischen, positiven Auswirkungen hat die Pferdetherapie natürlich auch im Allgemeinen eine tolle Auswirkung auf das soziale Verhalten des Menschen.

So stellt sich für viele die Frage, in welchem Zusammenhang einem Patienten mit der Pferdetherapie geholfen werden kann. Folgend werden einige Beispiele aufgeführt für die Anwendung der Pferdetherapie aus medizinischer Sicht.

  1. Multiple Sklerosis

Ein Bereich, der zwar nicht psychologische Ursprünge hat, deren Auswirkungen sich jedoch auf die Psyche des Patienten massiv erstrecken können, ist das Krankheitsbild der Multiplen Sklerosis. Ärzte, die, die Pferdetherapie in dieser Hinsicht anwenden, schwören, dass die Bewegung des Pferdes sich positiv auf die Motorik dieser Patienten auswirkt.

  1. Schlaganfälle

Schlaganfälle gehören heutzutage zu einem der häufigsten plötzlichen Umstände, die enorme Auswirkungen auf den Patienten haben können. Auch hier kann die Pferdetherapie unterstützend wirken, da erneut die Bewegung der Pferde sich positiv auf die Empfindungen und motorischen Eigenschaften des Menschen auswirken sollen.

  1. Depressionen und bipolare Krankheitsbilder

Patienten, die unter Depressionen und bipolaren Krankheitsbilder leiden, soll mit der EAP (Equine Assisted Psychotherapy) unterstützend geholfen werden. Da Pferde aufgrund ihrer Natur auch zum Jagen benutzt worden, sind sie weitaus empfänglicher gegenüber ihrem Umfeld, im Vergleich zu anderen Tieren. Pferde sind demnach auch viel sensibler gegenüber dem emotionalen Status des Menschen in ihrer Nähe. So soll laut den Experten, das Pferd in der Lage sein seine Bewegungen entsprechend auf die Gemütslage des Patienten einstellen zu können, welches einen positiven therapeutischen Effekt ausüben soll.

  1. Stress und Angst

Eines der zweifelsfrei häufigsten psychologischen Problemen des Alltags, ist Stress und Angst. Die Therapie mit Pferden soll in dieser Hinsicht dem Patienten in einem großen Maße Abhilfe verschaffen. Ein Spaziergang mit einem Pferd, die Nähe zu diesen und die Berührung soll sich gemäß den Experten positiv auf das Stresslevel des Menschen auswirken. Auch hinsichtlich Angstzuständen wird der Pferdetherapie positive Wirkung gutgeschrieben. Es heißt hier, das Pferd sei ein vergleichsmäßig großes Tier und man muss sich erstmal dazu durchringen, um sich zum Reiten zu überwinden. Dieser gesamte Prozess soll eine sehr wichtige Übung bei der Bewältigung von anderen Angstzuständen sein.